Was war Piczo?

Piczo war ein Baukasten für eigene, bunte Homepages, vor allem für Jugendliche. Nutzer gestalteten ihre Seite unter einer Adresse wie name.piczo.com mit Bildern, Gästebuch, Musik, Glitzergrafiken und eigenem HTML. Besonders beliebt war Piczo in Großbritannien und Kanada; TechCrunch berichtete 2006 von 10 Millionen Besuchern im Monat, drei Viertel der Neuanmeldungen waren 13 bis 16 Jahre alt.

Geschichte in Stationen

  1. 2003Gründung durch Jim Conning in San Francisco (laut Wikipedia; andere Quellen nennen einen Start Anfang 2004).
  2. 2005Ende 2005 wird Jeremy Verba Chef; Piczo ist inzwischen kostenlos und wächst vor allem in Großbritannien stark.
  3. 2006Rund 10 Millionen monatliche Besucher und etwa 35.000 Neuanmeldungen pro Tag.
  4. 2009Die schwedische Spieleplattform Stardoll übernimmt Piczo im März.
  5. 2012Im September geht Piczo an PMGcom Publishing AB, im November wird die Seite geschlossen.
  6. 2013Auf piczo.com steht ein Abschiedshinweis: Piczo sei dauerhaft geschlossen.
  7. 2025Unter piczo.com erscheint eine Ankündigung, dass Piczo zurückkommt, mit Anmeldung per E-Mail und Zugangscode.
  8. 2026Die Seite eines Betreibers namens Piczo Inc. sammelt weiter Anmeldungen für eine Warteliste; ein Starttermin ist nicht genannt.

Alte Profile, Fotos und Daten

Mit der Schließung 2012 gingen alle Nutzerseiten offline, ein Export oder Archiv wurde nicht angeboten. Einzelne alte Seiten hat das Internet Archive gespeichert: Wer die frühere Adresse kennt (etwa name.piczo.com), kann sie unter web.archive.org eingeben und findet mit etwas Glück eine Kopie, oft ohne Bilder oder Musik. Das angekündigte neue Piczo übernimmt nach allem, was bekannt ist, keine alten Seiten.

Piczo heute

Das ursprüngliche Piczo gibt es seit 2012 nicht mehr. Seit 2025 wirbt piczo.com mit einem Neustart und einer Warteliste; bis Ende September 2026 ist der Dienst nicht allgemein gestartet. Ob die neuen Betreiber mit dem früheren Unternehmen zu tun haben, geht aus der Seite nicht hervor.

Alternativen

  • NeocitiesKostenloses Hosting für selbst gebaute HTML-Seiten, gedacht als Nachfolger von GeoCities.
  • SpaceHeySoziales Netzwerk im Stil der 2000er-Jahre mit frei gestaltbaren Profilen.
  • TumblrBlogplattform mit anpassbaren Themes, auf der man Bilder, Musik und Texte teilt.

Häufige Fragen

Gibt es Piczo noch?

Das ursprüngliche Piczo wurde im November 2012 geschlossen. Seit 2025 kündigt piczo.com ein Comeback an, bis Ende September 2026 gibt es dort aber nur eine Warteliste.

Kann ich meine alte Piczo-Seite wiederfinden?

Nur über das Internet Archive: Unter web.archive.org die alte Adresse eingeben, etwa name.piczo.com. Gespeichert wurden nur einzelne Seiten, Bilder und Musik fehlen oft; beim Betreiber selbst ist nichts mehr abrufbar.

Ist das neue Piczo dasselbe wie früher?

Das ist nicht belegt. Die neue Seite verspricht wieder eigene Seiten unter name.piczo.com, nennt aber nur ein Unternehmen namens Piczo Inc. und keinen Bezug zu den früheren Betreibern; alte Seiten werden nicht übernommen.

Was war Piczo?

Ein kostenloser Homepage-Baukasten für Jugendliche mit Gästebüchern, Fotoalben und viel Gestaltungsfreiheit. 2006 galt Piczo laut Vice als größte Jugend-Website in Großbritannien.

Unser Eintrag von 2019

So haben wir Piczo im Jahr 2019 beschrieben. Manche Angaben sind überholt – den aktuellen Stand findest du weiter oben.

Screenshot Piczo (2019)
Screenshot aus unserem Archiv (2019)

Piczo wurde 2004 gegründet und wird hauptsächlich von Jungendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren genutzt. Es bietet unter anderem die Möglichkeit sich selbst eine eigene Website kostenlos zu erstellen.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Piczo
  2. techcrunch.com/?p=3032
  3. vice.com/en/article/piczo-internets-most-influential-but-forgotten-social-network
  4. web.archive.org/web/20130113123341/http://piczo.com